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Künstler, die ihre Beteiligung am Projekt 30/30 zugesagt haben

Stand Februar 2005

30/30 - The Human Rights Animation Project wird von der Crème de la Crème der internationalen Animationsszene unterstützt. Wir freuen uns, dass folgende preisgekrönten Künstler ihre Beteiligung zugesagt haben und jeweils einen einminütigen Film erstellen wollen (in aphabetischer Reihenfolge):

Abi Feiljó, Portugal
Astrid A. Aakra, Norwegen
Assad Bina Khahi und Maryam Fahimi, Iran/Deutschland
Bill Plympton, USA
Cathal Gaffney und Darragh O’Connell, Irland
Ferenc Cakó, Ungarn
Gil Alkabetz, Israel
Greg Lawson, Niederlande
Janet Perlman, Kanada
Josko Marusic, Kroatien
Jerzy Kucia, Polen
Karen Aqua, USA
Koji Yamamura, Japan
Konstantin Bronzit, Russland
Michael Dudok de Wit, Niederlande/UK
Michaela Pavlatova, Tschechische Republik
Nicolas Jacquet, Frankreich
Otto Guerra, Brasilien
Paul Driessen, Niederlande/Kanada
Phil Mulloy, England
Ruth Lingford, England
Sarah Watt, Australien
Signe Baumane, Lettland/USA
Walter Tournier, Uruguay
Kin Jun-Ki, Südkorea
Jane Cheadle, Südafrika
Komponsten:
Nik&Nancy Phelps USA

Abi Feiljó

geb. 1956, Portugal

Abi Feiljó studierte an der Hochschule der Schönen Künste in Porto. 1984 arbeitete für das National Film Board in Kanada und gründete 1987 nach seiner Rückkehr “Filmógrafo” in Portugal. Sein Film “The Outlaws” gewann 1994 den Cartoon D’Or Award. In dem von ihm ins Leben gerufenen ’Casa da Animação’ gibt er Workshops über Animation für Kinder und lehrt an der Escola Superior Artistica do Porto.

Abi Feiljò: Clandestino

Clandestino, 2000

Astrid A. Aakra

geb. 1960, Norwegen

Astrid A.Aakra arbeitete als Journalistin, TV-Producerin, Cartoonistin und als Filmemacherin von Realfilmen. Sie ist Autodidaktion im Bereich des Animationsfilms und realisierte ihren ersten Animationsfilm ‚Deep Shit’ 1999. Neben ihren eigenen Projekten arbeitet sie als Animatorin für Commercials.

Good Luck, Mr. Gorski, 2002

Assad Bina Khahi und Maryam Fahimi

Iran/Deutschland

Assad Bina Khahi und Maryam Fahimi kommen aus dem Iran, wo sie als Animationskünstler gearbeitet haben. Assad Bina Khahi lehrte Animation an der Universität in Teheran. Seit 1996 leben die beiden Filmemacher in Deutschland, wo auch ihr letzter Zeichentrickfilm “Der Junge und der Vogel” entstand.

Der Junge und der Vogel, 2004

Bill Plympton

geb. 1946, USA

Bill Plympton arbeitet als unabhängiger Animationskünstler in New York. Seine bissigen Werke finden international eine große Fangemeinde. 1987 wurde sein Film ‚Your Face’ von der Academy in Hollywood für den OSCAR nominiert. Zuletzt erschien 2004 sein selbstfinanzierter Langspielfilm ‚Hair High“.

Sex & Violence, 1997

Cathal Gaffney und Darragh O’Connell

Irland

1994 gründeten Gaffney und O’Connell ihr Animationsstudio ‚Brown Bag’ in Dublin. Neben Auftragsarbeiten für Werbung und Fernsehen produzieren sie auch ihre eigenen freien Kurzfilme. Ihren größten Erfolg konnten sie bisher mit ihrem Kurzfilm ‚Give up yer aul sins’ erzielen. Neben zahlreichen internationalen Preisen wurde der Film 2002 für den Oscar nominiert.

 

Give up yer aul sins, 2001

Ferenc Cakó

geb. 1950, Ungarn

Ferenc Cakó begann Anfang der siebziger Jahre mit dem Trickfilm, zunächst mit Puppen, Plastilin und Scherenschnitt, bevor er sich für Sand als da Material seiner Wahl entschied. Sein Kurzfilm ‚Ab Ovo’ wurde in Cannes 1987 als bester Animationsfilm ausgezeichnet gefolgt von “Ad Rem”, der 1989 in San Francisco den 1.Preis erhielt. Für “Ashes” bekam er 1994 in Berlin den ‚Goldenen Bären’. Ferenc Cakó arbeitet als Maler, Zeichner, Kinder- und Jugendbuch-Illustrator und ist Professor für 3D-Animation.


1994 - “Ashes” - Berlin Golden Bear

Stones Kövek, 2000

Gil Albaketz

geb. 1957, Israel

Nach einem Grafikdesign Studium in Jerusalem arbeitete Alkabetz von 1985 bis 1994 als unabhängiger Trickfilmkünstler in Israel. 1995 führte ihn ein Stipendium nach Stuttgart. 2001 gründete er zusammen mit seiner Frau Nurit Israeli das Sweet Home Studio. Seine Kurzfilme haben international viele Preise gewonnen. Seit 2004 arbeitet er als Professor für Animation an der Hochschule für Film und Fernsehen, Babelsberg.

 

Travel to China 
© Gil Alkabetz, Sweet Home Studio. 2002

Greg Lawson

geb. 1956, USA/Niederlande

1984 zieht Greg Lawson von New York nach Italien, um bei Bruno Bozetto zu arbeiten. Seit 1985 lebt und arbeitet er in Amsterdam. 1991 gründete er dort sein eigenes Animationsstudio, heute ein Anziehungspunkt für viele junge Animationskünstler.

Sein ‚Safesex: The Manual’ gewann zahlreiche Preise z.B. in Bologna, San Francisco und Zagreb.

 

 

Power Play, 2003

Janet Perlman

Canada

Schon mit 18 wurde Janet Perlman vom National Film Board Canada unter Vertrag genommen. Heute produziert sie in ihrem Studio Hulascope Montreal Filme fürs Fernsehen. In Havard unterrichtet sie Animation. Neben zahlreichen Auszeichnungen in Berlin, Montreal, New York, Zagreb, Seoul, Ottawa wurde sie 1982 für den Oscar nominiert

 

Penguins Behind Bars, 2003

Josko Marusic

geb. 1952, Kroatien

Josko Marusic ist ein Vertreter der “Zagreber Schule”. von 1987 bis 1990 war er Art Director im Zagreb Animations Studio und verantwortlich für die Programmgestaltung des World Festival of Animated Film in Zagreb. Seit 1999 ist er Professor für Animation an der Kunsthochschule in Zagreb. Seine international anerkannten Filme haben zahlreiche Preise in Annecy, Zagreb, Varna, Ottawa, Oberhausen, Madrid und Belgrad erhalten.

 

Fisheye, 1980

Jerzy Kucia

geb. 1942, Polen

Jerzy Kusia ist Regisseur, Drehbuchautor, Designer, Trickfilmer, Produzent, Grafiker und Maler. Seine Filme wurden international u.a. in Stuttgart, Oberhausen, Annecy, Ottawa und Zagreb mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Als anerkannter Meister des Trickfilms lehrt an der Kunstakademie in Krakau.

Across the Fields, 1992

Karen Aqua

geb. 1954, USA

Seit ihrem Abschluß 1976 an der Rhode Island School of Design realisiert Karen Aqua Animationsfilme. Ihre Filme wurden in Zagreb, Hiroshima, Ottawa, Stuttgart und Annecy ausgezeichnet. Neben ihrer Lehr- und Jurytätigkeit arbeitet sie seit 1990 u.a. für die ‚Sesamstrasse’.

 

Ground Zero - Scared Ground, 1997

Koji Yamamura

geb. 1964, Japan

Seinen ersten Zeichentrickfilm drehte er mit 13 Jahren. 1993 gründete er dann seine Produktion “Yamamura Animation”. Den bisherigen Höhepunkt seiner Laufbahn stellte der große Erfolg von ‚Mt. Head’ dar, mit dem er den Grand Prix in Annecy, Zagreb und Hiroshima gewonnen hat und für den er 2003 mit einer Oscar-Nominierung bedacht wurde.

 

Mt. Head, 2002

Konstantin Bronzit

geb. 1965, Russland

Konstantin Bronzit studierte in St. Petersburg Kunst und Gestaltung, danach arbeitete er als Trickfilmer in einem Studio, das auf populärwissenschaftliche Filme spezialisiert war. Mit dem Kurzfilm ‚Am Ende der Welt’ gewann er an die 70 Preise sowie eine Nomination für den César, die höchste Auszeichnung des französischen Kinos.

Am Ende der Welt, 1999

Michael Dudok de Wit

Niederlande/UK

Dudok de Wit lebt in London und arbeitet seit 1978 im Bereich Animation und Animationsregie. Er gehörte zum Produktionsteam der Disney Studios für ‚Die Schöne und das Biest’ und ‚Fantasia 2000’. Daneben realisiert er auch seine eigenen freien Filme. 2001 wurde sein Film ‚Father and Daughter’ mit dem Oscar ausgezeichnet.

Father and Daugther, 2000

Michaela Pavlatova

1961, Tschechische Republik

Michaela Pavlatova studierte Animation in Prag. Ihre Kurzfilme gewannen zahlreiche internationale Preise. 1991 wurde ‚Reci, Reci, Reci’ für den Oscar nominiert und 1995 gewann ‚Repete’, inzwischen ein zeitgenössischer Klassiker, u.a. den Goldenen Bären in Berlin. Sie lehrt Animation in Prag, San Francisco und Harvard.

Repete, 1995

Nicolas Jacquet

geb. 1967, Frankreich

Nicolas Jacquet studierte an der Hochschule der Schönen Künste in Nantes und der “Gobelins” in Paris. 1992 realisierte er seinen ersten Kurzfilm.

 

French Killers, 2003

Otto Guerra

Brasilien

Sein Name steht für den Zeichentrickfilm der brasilianischen Unterground-Kultur. Seit 1978 führt er seine eigene Internet- und TV-Produktion und versucht mit seinen Themen für Kinder und seinen wunderbaren Satiren, die Massen zu erreichen

 

Barata

Paul Driessen

Niederlande/Canada

Nach dem Studium des Grafikdesign und Illustration arbeitete Paul Driessen zunächst in der holländischen Werbeindustrie bevor er seine Karriere als Trickfilmer in Kanada begann. Die Chance seines Lebens bot sich, als er bei dem Beatles-Film ‚Yellow Submarine’ mitarbeiten konnte. Seine eigenen Kurzfilme , die auf Worte verzichten, sind voller Ironie und arbeiten mit einem bitterem zuweilen morbiden Humor. Er lehrt Zeichentrick an der Kunsthochschule in Kassel.

2D or not 2D Hirns, 2002

Phil Mulloy

Großbritannien

Obwohl er schon 1973 am Royal College of Arts abschloss, widmet sich Phil Mulloy erst seit 1981 definitiv dem Beruf als Animationskünstler. Fast 20 Jahre arbeitete er für Dokumentarfilme und Fernsehprogramme. Der Sarkasmus und die beißende Schärfe seiner schwarzen Komöden kennen keine Grenze. Die minimalistische Ästhetik, bewusst roh und primitiv, tragen zu dem unverwechselbaren Stil seiner Filme bei, die ihm zahlreiche international Preise eingebracht haben. 

The Chain - The Horrors of War, 1997

Ruth Lingford

geb. 1953, Großbritannien

Mit über dreißig erhielt ruth Lingford, eine ehemalige Beschäftigungstherapeutin, ihr Diplom am Londoner Royal College of Art. Ihre Filme sind bewusst düster gehalten und behandeln so schwierige Themen wie Tod, Sexualität, Gewalt, Kapitalismus, Unfruchtbarkeit. Sie ist anerkannte Professorin am Royal College of Art .

 

Death and the Mother, 1997

Sarah Watt

Australien

Trickfilm ist ein untrennbarer Bestandteil von Sarah Watts Leben. Mit ihrem Kurzfilm ‚Small Treasures’ gewann sie 1995 den Preis ‘Best Shorts’ in Venedig, der sie international berühmt machte. Sie schreibt Drehbücher und führt Regie für Werbung und Fernsehserien.

 

 

Small Treasures, 1995

Signe Baumane

geb. 1964 Lettland/USA

1989 startete Signe Baumane als Animatorin und Cell painter in den Riga"s Animation Studios. 1995 ging sie nach New York wo sie bei zahlreichen Filmen von Bill Plympton mitgearbeitet hat. Heute produzierte sie unabhängig ihre Kurzfilme, die